Verfasst am: 31.08.2011 - 13:36
Windows 8: Ribbon-Oberfläche im Explorer und verbesserte Kopierfunktion
Nach und nach verrät uns Microsoft immer mehr über das neue Windows 8 und dessen Funktionen. Heute fassen wir gleich zwei Neuheiten zusammen. Im Grunde genommen geht es um den Explorer von Windows 8. Die Rede ist nicht vom Internet Explorer, sondern vom normalen Explorer.
Microsoft wird nämlich die Ribbon-Oberfläche in den Explorer integrieren und zusätzlich die Kopierfunktion verbessern. Viele werden auf anhieb nicht wissen, was genau die Ribbon-Oberfläche ist.
Im neuen Microsoft Office Paket befindet sich die Ribbon-Oberfläche. Wenn man zum Beispiel ein Dokument schreibt, dann ist darüber eine fette Leiste mit unzähligen Funktionen. Mit verschiedenen Tabs kann man sich durch alle Funktionen blättern. Nach Einführung der Ribbon-Oberfläche hat es mehr Kritik als Lob gehagelt. Zwar hat Microsoft in gewisser Hinsicht aufgeräumt, aber die Leiste ist ziemlich groß und vor allem auf Widescreen-Bildschirmen wird dadurch viel Platz “verschwendet”.

An dem Konzept der Ribbon-Oberfläche wird festgehalten. Der Explorer und die einzelnen Fenster fallen dadurch nicht unbedingt größer aus, weil diverse andere Inhalte entfernt wurden. Die typische Fußleiste eines Fenster bei Windows 7 mit wenigen Informationen und einem großen Bild ist bei Windows 8 verschwunden. Über die neue Oberfläche werden gängige Aktionen des Nutzers platziert, beispielsweise das Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen von Dateien. Bisher führt man diese Aktionen mit der entsprechenden Tastenkombination aus, oder man öffnet das Kontextmenü.
Des weiteren wird Microsoft die Kopierfunktion verbessern. Gemeint damit ist aber nicht die Unterstützung von USB 3.0, worüber wir kürzlich berichtet haben. Diesmal geht es um den sogenannten “Copy Job“. Sofern ein Kopiervorgang bei Windows 7 gestartet wird, öffnet sich ein entsprechendes Fenster. Wer mehrere Kopiervorgänge gleichzeitig öffnet, verliert sehr schnell den Überblick. Bei Windows 8 werden die “Copy Jobs” deshalb in nur einem Fenster zusammengefasst. Auf die bekannten Informationen wird nicht verzichtet. Allerdings wird ein Manko auch bei Windows 8 bestehen bleiben, nämlich die ungenaue Restzeit-Angabe.
Laut Microsoft hat man diverse Möglichkeiten ausprobiert, um eine präzisere Restzeit-Angabe anzuzeigen. Leider hat davon nichts wirklich funktioniert, da durch Aktionen des Nutzers der Kopiervorgang beeinträchtigt werden kann. Microsoft bzw. Windows 8 kann nicht alle Aktionen vorhersehen und damit immer nur grob schätzen, wie lange der Kopiervorgang wirklich dauert. Praktischerweise wird es mit Windows 8 zusätzlich möglich sein, einen Kopiervorgang zu pausieren.

