Verfasst am: 17.06.2011 - 15:32
Tablet PCs: Android-Hersteller senken ihre Prognosen und Verkaufszahlen der Geräte
In diesem Jahr wollten viele Hersteller mit ihren Android-Tablets den Markt erobern. Die Produkte sind gut, die verwendete Technik leistungsstark und auch der Preis konkurrenzfähig. Trotzdem sind die Verkaufszahlen bei einigen Herstellern nicht so ausgefallen, wie man erwartet hatte.
Bei Research in Motion (RIM), Erfinder des Blackberry Playbook sind die Verkaufszahlen sehr gut. Ungefähr 500.000 Exemplare wurden seit Einführung in den USA verkauft. Diese Zahl ist durchaus beachtlich, zumindest für Konkurrenten, die nicht Apple heißen.
Zum Beispiel hat Acer sein Acer Iconia Tab A500 auf dem Markt. Seit Einführung wurden hier etwa 800.000 Geräte verkauft. Total abgeschlagen ist das Motorola Xoom, das auf nur 250.000 Verkäufe kommen soll. Zum Vergleich einmal Apple: Die haben in 30 Tagen 2,5 Millionen iPad 2 verkauft. Obwohl Acer gute Verkaufszahlen vorlegen kann, ist das Unternehmen nicht zufrieden. Deshalb wurde jetzt bekannt gegeben, dass die Absatzprognose im Bereich der Tablet PCs nach unten korrigiert wird. Und zwar richtig deftig. Angestrebt wurden einmal 5-7 Millionen Geräte. Jetzt sollen im laufenden Jahr etwa 2,5 – 3 Millionen Tablets verkauft werden.
Vielleicht wendet sich das Blatt für Acer noch zum guten, denn in diesem Jahr wird zumindest noch das Acer Iconia Tab A100 starten. Schauen wir jetzt noch einmal auf die Kanadier, die mit 500.000 Verkäufen sehr gut dabei sind. Trotz der Zahlen werden in den kommenden Monaten Mitarbeiter entlassen. Nicht deshalb, weil RIM seinen Gewinn steigern will, sondern weil der Gewinn um 10 Prozent eingebrochen ist. Im Vergleich zum Vorquartal musste RIM einen Umsatzrückgang von 12 Prozent hinnehmen. Trotz der Rückschläge und der Mitarbeiter-Entlassungen sollen die Geschäfte weiterhin profitabel laufen und solide bleiben.
Warum die Prognosen heruntergeschraubt werden oder die Verkaufszahlen deutlich unter den Erwartungen liegen, hängt mit Google Android zusammen. Hersteller, die sich darauf eingelassen haben müssen jetzt schmerzlich feststellen, dass das System für Tablet PCs noch nicht ausgereift ist. Nach Ansicht vieler Hersteller wird sich daran in diesem Jahr nichts mehr ändern.