Verfasst am: 12.05.2011 - 10:35
Skype: Für satte 8,5 Milliarden Dollar an Microsoft verkauft
Eigentlich dürften die meisten mitbekommen haben, dass der VoIP-Dienstleister Skype verkauft wurde oder noch wird. Der Deal steht in jedem Fall und wurde von Microsoft bestätigt. Microsoft ist künftig der neue Eigentümer von Skype und hat dafür stolze 8,5 Milliarden Dollar hingeblättert.
Das ist ein teures Geschäft und nebenbei der größte Deal, den sich Microsoft seit bestehen geleistet hat. Es gab im Vorfeld eine Bieterauktion, bei der Microsoft um jeden Preis gewinnen wollte. So haben es Beobachter, Analysten und Experten empfunden.
Verwunderlich ist das zum Teil, weil der Umsatz, den Skype erzielt, im letzten Jahr geschrumpft ist. Die VoIP-Dienstleister Skype bieten ihren Service fast komplett kostenlos an. Parallel dazu kann man auf kostenpflichtige Inhalte zurückgreifen bzw. Abos. Insgesamt nutzen 665 Millionen Menschen Skype, und das auf den unterschiedlichsten Plattformen. Immerhin über acht Millionen Kunden nutzen kostenpflichtige Inhalte. Diese haben im letzten Jahr einen Umsatz von 860 Millionen Dollar generiert. Das ist ein Verlust von rund 7 Millionen Dollar. Die Akzeptanz gegenüber Skype ist zwar riesig, aber nur die wenigsten wollen dafür zahlen. Dann sucht man sich lieber eine Alternative.
Wie die Zukunft von Skype unter dem Hause Microsoft aussieht, ist nicht ganz klar. Microsoft will den Dienst deutlich aufwerten und weiter in seine Systeme integrieren. Angedacht wird zum Beispiel Skype in die Xbox zu integrieren. Vor allem das Windows Betriebssystem dürfte vom Erwerb von Skype profitieren. So können Programme tiefer mit Skype verbunden werden und somit eine Verbesserung darstellen.
Microsoft bekommt durch Skype nicht nur den Zugang zu vielen Millionen Kunden, sondern auch den Zugang zu anderen Plattformen. Die VoIP-Software funktioniert auf den meisten Plattformen. Auch im mobilen Bereich gibt es für fast jedes System die passende Skype-App.