Verfasst am: 02.05.2011 - 12:17

Netbooks: Laut Microsoft ist der Markt um 40 Prozent eingebrochen


asus eee pc 1011px white 150x150 Netbooks: Laut Microsoft ist der Markt um 40 Prozent eingebrochenSeitdem sich Tablet PCs an einer immer größeren Beliebtheit erfreuen, verringern sich die Netbook-Verkaufszahlen offensichtlich. Das Thema Netbook-Sterben begleitet uns schon eine Weile, aber die meisten Hersteller sehen höchsten eine Flaute.

Die Softwareschmiede Microsoft sieht das anders. In einer Telefonkonferenz mit Analysten hat ein ranghoher Mitarbeiter von Microsoft mitgeteilt, dass der Netbook-Markt in Bezug auf das vorherige Quartal um 40 Prozent gesunken sei.

Microsoft kann dies durchaus wissen. Auf den meisten Netbooks arbeitet Windows XP oder mittlerweile Windows 7 Starter. Diese Zahlen scheint Microsoft zu verwenden, um das Wachstum oder den Rückgang zu ermitteln. Demnach haben sich Windows 7 Starter Lizenzen im letzten Quartal eher schlecht verkauft. Windows XP Lizenzen werden nicht mehr angeboten. Es ist nicht ganz klar, welche Kriterien Microsoft bei der Ermittlung der Zahlen beachtet. Hersteller wie Asus, Acer, Samsung und Co. stellen Netbooks in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlicher Konfiguration her.

Die Leistung moderner Netbooks reicht locker aus, um auch ein Windows 7 Home Premium zu starten. Das machen natürlich auch die Hersteller. Wenn Microsoft das nicht berücksichtigt, ist ein Rückgang kein Wunder. Auch der Chiphersteller Intel widerspricht Microsoft, hat dies allerdings schon am 19. April getan. Nach Ansicht von Intel stagniert der Netbook-Verkauf im Jahresvergleich, wobei der Netbook-Markt mit 400 Millionen Dollar Umsatz noch immer mehr als lukrativ für den Hersteller ist.

Der Softwaregigant Microsoft hat diese Argumentation versucht zu kontern und behauptet, Intel rechnet unter anderen hohe Lagerstände des Atom-Prozessors in die Zahlen mit ein. Gerade anhand des Atom-Prozessors kann Intel ermitteln, wie viele Geräte sich verkauft haben. Und tatsächlich will Intel nur reine Umsatzzahlen verwenden.