Verfasst am: 14.02.2011 - 15:45
Fujitsu MH330: Bekommt neuen Namen und das MeeGo Betriebssystem
Für kurze Zeit haben die Sterne für das neue und kommende MeeGo Betriebssystem sehr schlecht gestanden. Das liegt am Handy Hersteller Nokia, der in Zusammenarbeit mit dem Chiphersteller Intel an der Plattform arbeitet. Aber der finnische Konzern ist angeschlagen und weicht nun auf Windows Phone 7 aus.
Intel hat davon scheinbar nichts gewusst und ist natürlich mehr als erzürnt darüber. Das Nokia nun nicht mehr an der Entwicklung von MeeGo beteiligt ist, kann Intel zwar nicht ändern, gibt nun aber richtig Gas mit MeeGo.
Das MeeGo Betriebssystem wird künftig also von Intel entwickelt und sollte damit in absehbarer Zeit erscheinen. Fujitsu möchte im Bereich der Netbooks den Anfang machen und nimmt sich dazu das schon erhältlich Fujitsu MH330 Netbook. Es soll einen frischen Namen bekommen und dann vermutlich ausschließlich mit MeeGo arbeiten. Die technischen Daten des MeeGo Netbooks sind dabei nicht wirklich spannend.
Im Fujitsu MH330 gab es einen Intel Atom N450 Prozessor. Im MeeGo Netbook wird es stattdessen einen Intel Atom N455 Prozessor geben. Dazu kommen ein 1-GB-DDR3-Arbeitsspeicher und eine 250-GB-Festplatte. Der 10-Zoll-Bildschirm wird weiterhin mit 1024 x 600 Pixeln auflösen, nur eben MeeGo darstellen. Einen Touchscreen gibt es nicht. Das System wird also ganz normal per Maus und Tastatur bedient. Das Netbook selbst hat keine Besonderheiten vorzuweisen, wird aber dennoch das erste MeeGo Netbook sein, das ausgeliefert wird. Der Preis schlägt mit rund 400 US-Dollar zu Buche, was unverständlich viel ist.
Für das MeeGo Betriebssystem werden wohl kaum Lizenzgebühren anfallen, und wenn doch, dann sind sie sicherlich nicht so hoch wie bei Microsoft. Andererseits braucht man kein MeeGo Netbook, denn jeder kann es kostenfrei nutzen. Dafür notwendig ist am besten ein USB-Stick und das MeeGo-Image von der Hersteller-Seite. Alle weiteren Informationen von MeeGo auf dem Netbook sind dort auch zu finden.