Verfasst am: 06.08.2010 - 16:51
Asus: Hardware-Restbestände als “neuer” All-in-One-PC
Wie die Digitimes berichtet, hat Asus einen neuen All-in-One-PC angekündigt. Das Gerät soll einen 20-Zoll-Bildschirm bekommen, gepaart mit Netbook-Hardware. Klingt im ersten Moment wie ein Versuch, ein Netbook in einem Bildschirm zu integrieren.
Im Endeffekt macht Asus dies auch, weshalb befürchtet wird, das Unternehmen könnte seinen Ruf ernsthaft in Gefahr bringen, wenn nicht sogar ganz ruinieren.
Normalerweise bringt Asus Lifestyle Produkte auf den Markt, die brauchbar sind und sich mit der Konkurrenz messen können. Hardware-Restbestände hat jedes Unternehmen, doch Asus hat wohl mehr als jeder andere. Der Hersteller weis mit dem Problem aber umzugehen und hat es 2008 schon einmal gezeigt. Damals nämlich wurde das Asus EeePhone entwickelt um die restlichen 7-Zoll-LCD-Bildschirme der Asus Eee PC 701 Produktion verbrauchen zukönnen.
Genau dies passiert mit dem neuen All-in-One-PC wieder. Zwar ist ein 20-Zoll-Bildschirm verbaut, aber nur ein Intel Atom N270 Prozessor sorgt für Leistung. Auf der 160-GB-Festplatte ist Windows XP vorinstalliert. Keine hochwertigen Produkte und wir fragen uns, welcher Grafikchip integriert sein wird. Ein 20-Zoll-Bildschirm mit einer geringen Auflösung ist nämlich eher was für Menschen, mit starker Sehschwäche.
Ob sich Asus dadurch den Ruf ruiniert, wagen wir zu bezweifeln. Wenn es schon 2008 geklappt hat, warum dann auch nicht heute? Eine schöne “Masche” ist das auf jeden Fall nicht. Deshalb: Augen auf beim Computer-Kauf – und das gilt für jede Art von Computer.
via eee-pc / digitimes